Monika Feldhues, 52 Jahre, selbstständige Grafikdesignerin aus Freiburg, verlor 2020 innerhalb von sechs Wochen 22 Prozent ihres Ersparten. Nicht durch einen einzelnen Fehler, sondern durch ein System ohne Grundprinzipien der Asset-Diversifikation. Was folgte, war kein spontaner Neustart, sondern eine strukturierte Analyse dessen, was schiefgelaufen war.
Was die Analyse ergab
- Klumpenrisiko durch Branchenfokus: Fast 70 Prozent der Anlagen lagen im Konsumgütersektor, da Monika diese Unternehmen persönlich kannte und schätzte. Emotionale Vertrautheit ist kein Diversifikationskriterium.
- Fehlende geografische Streuung: Europäische Märkte dominierten das Portfolio vollständig. Strategien zur Diversifikation von Anlagen empfehlen mindestens drei Wirtschaftsregionen: Europa, Nordamerika und Schwellenmärkte.
- Keine Anpassung an Lebensphasen: Mit 52 Jahren hatte Monika noch dasselbe risikoreiche Portfolio wie mit 38. Die Diversifikation von Vermögenswerten muss sich mit dem Alter verschieben, typischerweise mit zunehmendem Anteil stabilerer Anlagen.
Die Überarbeitung in Zahlen
Monika restrukturierte ihr Portfolio auf vier Säulen: 40 Prozent breit gestreute Aktien-ETFs, 25 Prozent Anleihen unterschiedlicher Laufzeiten, 20 Prozent offene Immobilienfonds und 15 Prozent Tagesgeld als Liquiditätspuffer. Diese Aufteilung ist kein universelles Rezept, aber eine konkrete Umsetzung der Asset-Diversifikation, die zu ihrer Lebenssituation passte.
Drei Jahre nach der Umstrukturierung bewertet Monika das Ergebnis nüchtern: Das Portfolio ist stabiler, aber nicht renditeoptimiert. Der Schlüssel zur Diversifikation von Vermögenswerten liegt für sie heute vor allem in der Planbarkeit, nicht in maximalen Gewinnen.